Zusatzangebote

Diese untergliedern sich in Kassenleistungen für Kinder und Jugendliche, Erwachsene und Senioren sowie spezielle Zusatzangebote, die teils nicht im Leistungskatalog der Krankenkassen und Versicherungen enthalten sind.

Progressive Muskelentspannung für jugendliche

Die Progressive Muskelentspannung ist seit 1987 Bestandteil der psychosomatischen Grundversorgung in allen Krankenkassen. Der von mir angebotene Kurs ist von der Prüfstelle Prävention zertifiziert worden. Das bedeutet für Sie, dass Ihre Krankenkasse bis zu 80% der Kurskosten erstattet. Wenden Sie sich direkt an Ihre Krankenkasse, wenn Sie genauere Informationen hierzu benötigen.

Ruhe und Entspannung sind eine wichtige Voraussetzung, um sich seelisch gut zu entwickeln und den Anforderungen des Alltags gerecht werden zu können. Die Methode der Progressiven Muskelentspannung, kurz PMR genannt, unterstützt unruhige und gestresste junge Menschen dabei, ihren Körper und Geist zu entspannen, auf die eigenen Bedürfnisse zu achten und bei erhöhter Anspannung, z.B. in Prüfungssituationen die Entspannungstechnik anzuwenden. Damit stärkt die PMR die Fähigkeit des Übenden, eigenverantwortlich zu mehr innerer Ruhe
sowie seelischer und körperlicher Ausgeglichenheit zu gelangen.

Äußerungen einiger Kursteilnehmer vermitteln die positive Wirkung dieser Entspannungsmethode wohl am besten:

„Die Stunde PMR ist jedes Mal wie Kurzurlaub für mich.“ (16-jährige Teilnehmerin)

„Ich habe weniger Kopfschmerzen, seitdem ich die Methode regelmäßig anwende.“ (13-jähriger Teilnehmer)


„Ich schlafe besser und schneller ein, wenn ich die PMR abends mache.“ (13-jähriger Teilnehmer)

Ich hoffe, noch vielen jungen Menschen durch das Vermitteln dieser Entspannungsmethode zu dieser und ähnlichen positiven Erfahrungen verhelfen zu können.

Das Marburger Konzentrationstraining (=MKT)

Das Training ist für Vorschulkinder (in der Regel 5 Jahre alt), Grundschulkinder (1. + 2. Klasse / 3. + 4. Klasse) sowie Jugendliche
konzipiert worden.


Von diesem Training profitieren insbesondere Kinder, die...

  • sich leicht ablenken lassen und deshalb
  • noch nicht selbständig arbeiten können;
  •  sich wenig zutrauen und deshalb
  • sehr viel Zuwendung brauchen;
  •  in Bezug auf ihre Konzentration und/oder Leistungsbereitschaft
  • Unterstützung benötigen;
  • Anzeichen einer Aufmerksamkeitsstörung haben;
  • schlecht mit Misserfolgen umgehen können;
  • schulmüde wirken.

Ein Kursblock beinhaltet 6 x 60min. für die Kinder und 2 x 60min für die Eltern. Der Kurs kostet 140€.

Sobald genügend Anmeldungen für eine Gruppe vorhanden sind (mind. 3 Teilnehmer), wird ein Termin gefunden.

Neurophysiologische Entwicklungsförderung

Ein Übungsprogramm für Kinder mit Lern- und Entwicklungsstörungen

Es gibt sie tatsächlich – die Kinder, die fast ohne Zutun ihrer Eltern zu geschickten, lernbegierigen und umgänglichen Jugendlichen heranwachsen. Aber es gibt auch Kinder, die ihre Eltern von Anfang an vor schwere Belastungsproben stellen:

  • sie entwickeln keinen festen Schlafrhythmus, können nicht von allein einschlafen, tauchen jede Nacht im elterlichen Schlafzimmer auf;
  • leiden unter heftigen Verdauungsproblemen, sind später notorisch schlechte Esser;
  • sind unruhig und fordernd, haben häufige Wutausbrüche bzw. schnelle Stimmungs-umschwünge;
  • sind überängstlich und anklammernd;
  • sind ungeschickt, machen viel kaputt, fallen oft hin und verletzen sich;
  • sind häufig krank und allergieanfällig;
  • machen, obwohl dem Windelalter entwachsen, immer noch gelegentlich ins Bett.

In der Vorschulzeit hoffen viele Eltern noch, dass ihr Kind schon noch aus seinen Problemen herauswachsen wird. Doch oft verstärken sich die Schwierigkeiten mit Eintritt der Schule.
Damit ein Kind mühelos die Kulturtechniken erlernen kann, müssen alle Systeme seines Körpers reibungslos zusammenarbeiten. Eine ausgereifte Entwicklung seiner Sinne und seiner Motorik sowie das Zusammenwirken aller Funktionen ist Voraussetzung für die Bewältigung dieser hochkomplexen schulischen Anforderungen. Lehrer und Eltern beobachten bei Kindern mit einer unausgereiften Sinnesentwicklung und mangelhaftem Zusammenspiel aller Funktionen beispielsweise folgende Symptome / Schwierigkeiten:


Das Kind

  • entwickelt trotz offensichtlicher Intelligenz in der Schule Lern- und Verhaltensprobleme;
  • ist sehr schreckhaft und vermeidet ängstlich neue Situationen;
  • bewältigt alle Aufgaben nur sehr langsam;
  • fällt durch unkoordinierte Bewegungen im Sportunterricht auf;
  • geht häufig auf Zehenspitzen;
  • lässt sich von jeder Kleinigkeit ablenken und kann nicht stillsitzen;
  • hält seinen Stift sehr verkrampft und hat ständig abgebrochene Stiftspitzen;
  • kann beim Schreiben (auf unliniertem Papier) die Zeilen nicht einhalten;
  • liest äußerst ungern, ermüdet schnell dabei, bzw. spricht beim Vorlesen sehr monoton;
  • schwankt sehr in seinen Stimmungen, ist aggressiv, eventuell gewaltbereit.

All diese Symptome können Auswirkungen einer neurophysiologischen Entwicklungsverzögerung sein.
Studien haben ergeben, dass bei einem hohen Prozentsatz jener Kinder mit guter bis sehr guter Intelligenz, die spezifische Lern- und / oder Verhaltensprobleme haben, noch eine Reihe primitiver Reflexe wirken. Gleichzeitig sind bei ihnen oft einige Haltungsreflexe nicht oder nicht vollständig entwickelt. Was haben primitive Reflexe nun mit den oben aufgeführten Symptomen und Schwierigkeiten zu tun? Während der Schwangerschaft, Geburt und in den ersten Lebensmonaten kann sich das Kind fast nur mit Hilfe von Reflexen bewegen. Reflexe sind automatisch ablaufende, immer gleiche Bewegungen. Sie werden vom entwicklungsgeschichtlich frühesten Teil des Gehirns, dem Hirnstamm, durch bestimmte Reize ausgelöst.


Lernen und Bewegung sind untrennbar miteinander verbunden. Das Kind muss sich im Mutterleib bewegen, um sich entwickeln zu können. Die Bewegung ist der Motor der Hirnreifung und zugleich ihr Ergebnis. Je ausgereifter das Gehirn, desto koordinierter und komplexer sind die Bewegungsmuster. Mit dem Älter werden schreitet also die Gehirnreifung fort, und es entwickelt sich mehr und mehr die Willkürmotorik.


Das heißt, das Kind kann seine Bewegungen immer besser absichtlich steuern und ist immer weniger auf die Reflexe „angewiesen“. Diese werden zunehmend unterdrückt. Die Halte- und Stellreaktionen etablieren sich. Sie ermöglichen es uns, in allen erdenklichen Bewegungsmustern und Körperpositionen mühelos und ohne darüber nachzudenken zu bewegen. Der menschliche Entwicklungsprozess ist empfindlich und reagiert sensibel auf Störimpulse. Diese können vor und / oder während der Geburt und / oder in den ersten Lebensmonaten wirksam sein. Die daraus resultierenden Abweichungen von einer normalen, ungestörten Entwicklung können zu spezifischen (Lern-)Störungen beitragen. Ein einfacher Weg, dies zu verdeutlichen, ist ein Blick auf die Entwicklung unsers Handgriffs.

Wenn die Entwicklung des Greifens nicht reibungslos verlaufen ist und das Kind auf der Stufe eines 9 Monate alten Babys stecken bleibt, so ist es unfähig, einen Stift in der üblichen Art und Weise zu halten, die eine einfache und entspannte Schreibweise ermöglicht. Wenn Lehrer / Eltern / Therapeuten nun darauf bestehen, dass das physisch schlecht ausgestatte Kind den Stift in der üblichen Form hält, dann fordern sie den Körper auf, eine Handlung auszuführen, die seiner Entwicklungsreife – noch – nicht entspricht. Sie würden das Kind nicht nur beträchtlichem physischen Unbehagen aussetzen, sondern würden as auch zwingen, bewusst auf etwas zu achten, was eigentlich eine automatische Handlung sein sollte.


Zusammenfassend kann man also sagen, dass Schulschwierigkeiten, bzw. –versagen häufig nicht die Folge von Dummheit und Nichtwollen des Kindes ist und dass Verhaltensstörungen nicht immer ursächlich in der psychosozialen Umwelt des Kindes begründet sind, sondern oft Hinweise auf tiefer liegende Entwicklungsstörungen darstellen. Die Möglichkeit, hinter vielen Lern-, Verhaltens-, Bewegungs- und Wahrnehmungsproblemen bei Kindern neurophysiologische Reifestörungen in fortbestehender frühkindlicher Reflexe zu entdecken, eröffnet ganz neue Chancen, diesen Kindern zu helfen, indem an den Ursachen angesetzt wird. Die neurophysiologische Entwicklungsförderung ist ein Bewegungsprogramm, das täglich zu Hause durchgeführt wird.


Durch das Bewegungsprogramm werden versäumte Entwicklungsschritte nachgeholt. Das Gehirn bekommt so eine zweite Chance bestimmte Bewegungsmuster als Reflexe zu erkennen und dies in das neurologische System einzubauen. Begleitende Symptome, wie oben beispielhaft aufgeführt, werden stark abgeschwächt, und verschwinden im günstigsten Fall komplett.


Hier geht es zum Fragebogen für ihr Kind.


Werden mindestens 7 Fragen mit „Ja“ beantwortet, ist die weiterführende Untersuchung durch einen neurophysiologischen Entwicklungsförderer anzuraten, um Entwicklungsverzögerungen aufzudecken. Es ist wichtig zu erfahren, wo die Probleme ihres Kindes liegen, nur dann ist gewährleistet, dass eine effiziente Förderung stattfinden kann und auch Erfolge bringt.